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Handball: Oberligist VTV Mundenheim unterliegt nach desolater erster Halbzeit Bingen 30:40

 

Lokalsport

23 Gegentore bis zur Pause

Handball: Oberligist VTV Mundenheim unterliegt nach desolater erster Halbzeit Bingen 30:40

LUDWIGSHAFEN. Handball-Oberligist VTV Mundenheim hat gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen mit 30:40 (13:23) verloren. Dabei ließen die Gastgeber alle Tugenden vermissen, die nötig sind, um ein Spiel zu gewinnen.

„Ich kann es nicht verstehen“ – ratlos schüttelte VTV-Trainer Marco Tremmel nach dem Spiel den Kopf, rang nach Worten, um die Darbietung seines Kaders zu beschreiben. Desaströs traf es wohl am besten, denn nach der Abtastphase zu Beginn (6:7, 9.) zündeten die Gäste den Turbo, während Mundenheim in allen Mannschaftsteilen in den Startlöchern sitzen blieb. Tremmel fand freundlichere Worte, aber sein Blick sprach Bände: „Es war eine Partie, bei der alle mit allem beschäftigt waren – nur nicht mit dem Spiel.“

So fand die Abwehr zu keinem Zeitpunkt ein Rezept gegen Stefan Corazolla, der mit 16 Treffern, davon neun im ersten Durchgang, erfolgreichster Torschütze der Gäste war. Im Hinspiel gelang ihm kein einziger erfolgreicher Abschluss. Rouven Hahn, für den verletzten Nico Klein im Tor, wurde nicht zum erhofften Rückhalt und sah sich den ungehindert zu ihm durchstoßenden Angreifern gegenüber. Dabei hatte er ebenso selten eine Chance, wie der für ihn eingewechselte Jack Muth.

Und auch im Angriff fehlte zumindest im ersten Durchgang Ideenreichtum und Durchschlagskraft. So genügte ein leichter Ballverlust nach neun Minuten, um das fragile VTV-Gebilde in sich zusammenstürzen zu lassen. Bingen nahm die Einladung zum Gegenstoß an, setzte sich bis zur Pause nach und nach ab und lag zur Halbzeit mit zehn Toren vorne. „Das ist uns nicht einmal in der Dritten Liga passiert“, schimpfte Tremmel. Erst als Bingen im Gefühl des sicheren Sieges zehn Minuten vor Schluss den Fuß ein wenig vom Gaspedal nahm, kam Mundenheim zu etwas Ergebniskosmetik. So blieb es nach zwischenzeitlich 13 Treffern Rückstand am Ende bei „nur“ zehn Toren Differenz.

Einen Grund für die Schlappe sah Tremmel in der einwöchigen Spielpause: „Ja, uns fehlt dadurch der Rhythmus.“ Allerdings auch hausgemacht, denn mit der Trainingsbeteiligung war der VTV-Trainer in dieser Zeit alles andere als einverstanden. „Und dann laufen wir hier auf den Platz und zeigen eine Körpersprache, die für ein Heimspiel eine Unverschämtheit ist“, vermisste er Leistungswillen und Einsatzbereitschaft – die Grundtugenden für ein erfolgreiches Handballspiel.
So spielten sie

VTV Mundenheim: Hahn, Jack Muth (ab 44.) – Pönisch (2), Yannick Muth (2), Schleidweiler (8) – Binnes (3), Florian Treiber (1) – Hannes (3) – Arentz (2/1), Doppler (2), Hanke, Klein (3), Yannick Treiber (4/1)
Spielfilm: 6:7 (9.), 10:16 (20.), 13:23 Hz., 21:31 (47.), 24:37 (55.), 30:40 Ende - Zeitstrafen: 7 – 7 - Siebenmeter: 4/2 – 6/6 - Beste Spieler: Klein – Corazolla, Eichholtz - Zuschauer: 150 - Schiedsrichter: Frank/Stolle (Vallendar). env

Quelle

Ausgabe

Die Rheinpfalz Ludwigshafener Rundschau - Nr. 25

Datum

Dienstag, den 30. Januar 2018

Seite

23

 

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