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Frauen-Oberligist VTV Mundenheim verliert im Pokal gegen Bretzenheim 24:27 – Zehn Tore von Götz – Winkelmann verletzt

Ludwigshafen. Im DHB-Pokal ist die Frauenmannschaft der VTV Mundenheim nicht über die erste Runde hinausgekommen. Gegen den favorisierten Handball-Drittligisten SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim musste der Oberligist am Samstag im Schulzentrum Mundenheim eine 24:27 (10:13)-Niederlage hinnehmen. Schlüsselspielerin Sabine Winkelmann verletzte sich zu Beginn der Partie schwer.Aus einem flotten Handballspiel, in dem es den VTV gelang, immer in Schlagdistanz zu bleiben und das Spiel spannend zu gestalten, gingen nach 60 Minuten quasi zwei Gewinner vom Feld. „Meine Mädchen haben alle Erwartungen übertroffen. Sie sind an ihre Leistungsgrenze gegangen, haben Moral, Kampfgeist und Leidenschaft bewiesen“, lobte VTV-Trainer Dominic Pfanger sein Team.Dabei schien die Partie schon früh entschieden. Mit leichten Ballverlusten und schlechtem Umschaltverhalten machte sich der Oberligist das Leben in der Anfangsphase schwer. Obendrein war SG-Torfrau Natascha Machetzki in bestechender Form. Die starke Carina Koepcke erzielte per Siebenmeter zur 10:6-Führung für Mainz bereits ihr fünftes Tor (13.). Zu allem Unglück verletzte sich VTV-Spielführerin Sabine Winkelmann unglücklich am Sprunggelenk und schied aus. Die VTV schienen beeindruckt und die SG machte weiter Druck. Stefanie Güter, die mit zehn Treffern zur erfolgreichsten Mainzerin avancierte, erhöhte auf 13:7 (22.).
„Mit dem Spiel bin ich unzufrieden. Wir müssen als Drittligist deutlich souveräner auftreten und gegen die Halbrechte besser verteidigen“, beklagt SG-Trainer Thomas Zeitz, der jedoch auch relativierte: „Uns fehlen derzeit zwei wichtige Spielerinnen. Wir müssen noch zu uns finden.“ Die von Zeitz angesprochene Linkshänderin Sophie Götz machte auf halbrechts mit zehn Toren ordentlich Alarm und sorgte in Überzahl für den 10:13-Halbzeitstand.
„Die Vorzeichen standen schlecht, wir haben viele Verletzte und das wurde während des Spiels nicht besser. Trotzdem ist das Team nicht eingebrochen“, sagte Pfanger stolz. In der zweiten Halbzeit versäumten es die VTV beim Stand von 21:23 (50.), erstmals auf ein Tor heranzukommen, kassierten stattdessen einen Treffer in Überzahl. „Wegen der hohen Belastung hat am Ende die geistige Frische gefehlt“, erklärte Pfanger. „Zum Glück haben wir den Ausgleich verhindert. Sonst hätte es anders ausgehen können“, meinte Zeitz, der zeitweise keinen Klassenunterschied sah.
So spielten sie
VTV Mundenheim: Kral – Jansen (2), Götz (10), Schmieder (4) – Wild, Winkelmann (je 1), Heiser (3) - Gleser, Wehr, Böhme (je 1)
Spielfilm: 3:5 (7.), 6:10 (13.), 7:13 (22.), 11:13 (31.), 14:19 (43.), 18:20 (47.), 24:27 (60.) – Zeitstrafen: 2/5 – Siebenmeter: 1/0 – 2/2 – Beste Spielerinnen: Kral, Götz – Güter, Koepcke, Machetzki – Zuschauer: 80 – Schiedsrichter: Fiess/Lipps

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 von tim Kullmann

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.204
Datum: Dienstag, den 03. September 2013