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Handball: Janik Kunz zeigt überragende Leistung beim Sieg der VTV Mundenheim gegen Dillingen

Von Volker Endres

Ludwigshafen. Mit 30:12 (14:6) besiegten die VTV Mundenheim den HC Dillingen/Diefflen. Mit einer etwas konzentrierteren Leistung und vor allem konsequenterer Chancenverwertung hätte der Erfolg gegen das überforderte Schlusslicht der Handball-Oberliga sogar noch ein wenig deutlicher ausfallen können.

Die Zuschauer im Schulzentrum bewiesen ein feines Gespür. Sie wählten Torhüter Janik Kunz zum „Spieler des Tages“ bei den Gastgebern. Verdienter Lohn nicht alleine für seine 20 Paraden im Spiel gegen den Aufsteiger aus dem Saarland, sondern für die grundsolide Leistung des 22-Jährigen. Seit drei Spielen steht er zwischen den Pfosten, weil Nico Klein noch an den Folgen eines Muskelfaserrisses laboriert. Das freut VTV-Trainer Andreas Reckenthäler: „Seit Nico verletzt ist hält Janik wirklich überragend.“ Kunz selbst gab das Lob weiter: „Unsere Abwehr hat wieder gut gearbeitet. Allein Marcel Deege hat fünf oder sechs Schüsse geblockt.“Der Sieg über den Aufsteiger war früh in trockenen Tüchern. Nur nach dem 4:2 (6.) durch Jan Zentgraf stotterte der Motor knapp fünf Minuten lang, ließ Mundenheim gute Gelegenheiten liegen. Die Mannschaft aus Dillingen/Diefflen war jedoch zu schwach, um daraus Kapital zu schlagen. Beim 9:3 durch Tim Schmieder (18.) war alles entschieden.

„Es ist schwer, nach so einem Highlight-Spiel wie zuletzt gegen Saarpfalz wieder Spannung aufzubauen“, hatte Reckenthäler Verständnis für die ein oder andere Konzentrationsschwäche seiner Akteure. Gemeinsam nutzten die Mundenheimer die Partie als Training unter Wettbewerbsbedingungen. „Wir haben heute vieles ausprobiert“, verriet der Trainer mit Blick auf einige personelle Wechsel. So war es für Yannick Treiber eine gute Gelegenheit, sich in der Rückraummitte zu beweisen. Nach der Verletzung von Timo Naas, der wohl bis zum Jahresende ausfallen wird, liegt auf ihm nun die Hauptlast im VTV-Angriff. Keine leichte Aufgabe auch für Dominic Hopp. Der 23-jährige Kreisläufer muss sich schon auf den dritten Spielmacher einstellen. „Das ist ärgerlich, aber wir variieren ja auch viel im Training, deshalb ist das für mich eigentlich kein Problem. Ich kenne die Jungs mittlerweile lange genug“, verriet er. Zwar blieb Hopp gegen die Saarländer ohne Torerfolg, aber als Mittelblock in der Abwehr trug er trotzdem einen großen Anteil am dritten Sieg in Serie.

Quelle:

Ausgabe Die Rheinpfalz Ludwigshafener Rundschau - Nr. 262

Datum Dienstag, den 12. November 2019

Seite 23