M3

Nach der unterhaltsamen Niederlage gegen die Freunde des TV Rheingönheim 2 folgte das nächste Derby mit Freundschaftsspielcharakter. Die sympathische Truppe des VSK Niederfeld galt es am vergangenen Sonntag zu bezwingen.

In keiner der drei zuvor absolvierten Hochglanzpartien schaffte unsere Gute-Laune-Truppe nie mehr als 21 Tore. Die meisten hochprozentigen Schüsse (oder auch Shots) wurden leider erst nach Abpfiff verwandelt. Zielwasser statt Gletscherwasser stand auf dem Ernährungsplan unserer in schwarz gekleideten Hornissen. Der Kader der Herren 3 wurde durch einige Ausfälle mit Thorsten Engert ergänzt. Außerdem spielte Ibrahim Barrow sein zweites Spiel an diesem Wochenende (half am Abend zuvor in Schwegenheim bei den Herren 2 aus) und machte sämtlichen Duracell Hasen in Sachen Laufleistung allmählich Konkurrenz. Marc Zimpelmann war nach zwei Wochen verletzungsbedingter Trainingspause einziger Torhüter der dritten Hornissengarde.

Es war ein Sonntag Abend in Friesenheim. Draußen wehte der kalte Wind, vereinzelt dröhnten tiefergelegte 3er BMW's über die Straßen und die Laternen spendeten den verstreuten Seelen dieser Stadt ein Licht auf ihrem Weg nach Hause. Was klingt wie der Einstieg in einen verträumten Liebesroman hat rein gar nichts mit Handball zu tun. Genau wie die gesamte erste Halbzeit der Hornissen.
Die Inspektoren der Herren 3 nahmen in den ersten 30 Minuten lediglich an einer Bestandsaufnahme der Hallenwand und nicht im geringsten am Spiel teil. Über zehn Bälle wurden gezielt an die Spielfeldumrandung der Heinrich-Ries-Halle geworfen und noch mehr Würfe mittig aufs Tor oder gezielt auf den Torhüter. Mit knapp 20 Fehlwürfen ging es mit einem Halbzeitstand von 9:19 in die Kabinen. Trotz der mit Abstand schlechtesten Halbzeit der bisherigen Saison war sich Mannschaft sowie Tribüne einig. Wenn irgendwo ein 10 Tore Rückstand einholbar ist, dann in der B-Klasse.
Motiviert begannn die Herren 3 die zweite Halbzeit und fingen direkt an Tore zu werfen. Doch Niederfeld hatte den Spruch "Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss" verinnerlicht und gab konsequent Antwort in Form eines Treffers.  Beim Stand von 12:23 für Niederfeld ging die Hoffnung auf der Tribüne dahin (34. Min.). Allen voran Thorsten Engert hatte was gegen die drohende Klatsche und stieg ein ums andere Mal empor und traf. Seine vier Tore hauchten der Truppe wieder Leben ein , was beim Spielstand von 21:25 eine Auszeit der Gäste provozierte. Drei schnelle Treffer der Gäste hievten den Spielstand auf 21:28 (49. Min.). Doch dann begann der Lauf der Hornissen. Der Kontertreffer der Nummer 22, gut vier Minuten vor Schluss, brachte die Tribüne zum Jubeln. Nur noch zwei Tore (27:29). Doch erneut fehlte im Angriff Kreativität, Übersicht sowie Präzision. Der Treffer zum 27:31 zwei Minuten vor Schluss war der letzte des Spiels.

Wir gratulieren den verdienten Siegern des VSK und freuen uns auf das Rückspiel. 

HOSSA MUNNREM!

Es spielten : Zimpelmann - Gräf(1), Lienert(3), Engert(11), Erdbektas(3), Rösler (4), Schäfer(3), Barrow(2), Altmann, Mannerz, Freyer