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Nach der überaus blamablen Leistung des letzten Wochenendes war allen klar, dass wir uns nun wieder auf unsere Stärken besinnen mussten. Denn mit der HSG Dudenhofen/Schifferstadt hatten wir es wieder mit einem ähnlich starken Gegner zu tun wie in der Woche zuvor. Mit ungebrochenem Willen, Zusammenhalt und mehr Spielfreude wollten wir den Favoritinnen in diesem Spiel Paroli bieten. Und erfahrungsgemäß gelingt uns das in der heimischen Halle immer besonders gut.

Hochmotiviert und mit viel Zug zum Tor starteten wir in die Partie. Nach dem anfänglichen Abtasten und leichten Unsicherheiten stand unsere Abwehr wieder solide. Unser temporeiches Angriffsspiel machte den Gegnerinnen sichtlich zu schaffen. Mit dieser Art Gegenwehr hatten sie scheinbar nicht gerechnet. Positiv hervorzuheben ist, dass jede unserer Spielerinnen in diesem kräftezehrenden Spiel alles gegeben hat. Benötigte man eine kurze Verschnaufpause, so konnte man sich auf den vollen Körpereinsatz der anderen Mitspielerinnen verlassen. Ob auf der Bank oder auf dem Spielfeld: Jeder war – wie von der Trainerin gefordert – mit vollstem Elan dabei! Unser Angriff spielte wie ausgewechselt: mit viel Tempo, mehr Übersicht und vielen richtigen Entscheidungen konnten wir uns einige Torchancen erarbeiten. Einzig die guten Paraden der gegnerischen Torhüterin und das Aluminiumgehäuse konnten verhindern, dass wir bis zur Halbzeit mehr Tore erzielen konnten als die HSG. So ging es mit einem Spielstand von 11:11 in die Kabine.

Im zweiten Durchgang versuchten die Favoritinnen aus Dudenhofen/Schifferstadt direkt wieder mehr Druck auszuüben. Doch mussten sie feststellen, dass unsere Abwehrreihen ein Durchkommen extrem erschwerten und so erzielten sie häufig nur noch Tore über sehr gut platzierte Würfe aus der Distanz. Bis Minute 41 ging es weiter hin und her (Spielstand 15:17). In den folgenden Minuten schaffte es keine Mannschaft ein weiteres Tor zu erzielen. Erst fast sieben Minuten später gelang uns ein weiterer Treffer. Um neue Impulse zu setzen, stellte unsere Trainerin unseren Angriff ein wenig um – und das mit Erfolg: Unseren Rückraumspielern gelang es nun mehrfach mit viel Geschick eine der beiden Kreisläuferinnen anzuspielen. Doch auch den Gästen gelang es jetzt wieder, weitere Tore zu erzielen. Am Ende dieser heißumkämpften Partie ließen auf beiden Seiten merklich die Konzentration und die Kräfte immer weiter nach. Durch Kreisläufertore und Tempogegenstöße konnten wir in den letzten zehn Minuten immer wieder kurzzeitig in Führung gehen. Doch leider schaffte es die HSG in den letzten Sekunden, ihre erfahrenste Spielerin gekonnt freizuspielen, die mit ihrem ersten und einzigen Tor in dieser Partie den letzten Treffer zum finalen Ausgleich erzielte. Entstand 21:21.

Etwas enttäuscht, aber doch mächtig stolz über den errungenen Punkt freuen wir uns, dass wir unserem Publikum wieder ein ansehnliches Handballspiel präsentieren konnten, welches hoffentlich nicht nur uns, sondern auch allen Zuschauern Freude bereitet hat. Danke für eure Unterstützung!

HOSSA MUNNREM

Es spielten: Jennifer Gunst (Tor), Cindy Neurohr (Tor), Lilly Kipp, Rebecca Gatting, Conny Kroscky (3/1), Tatjana Geib (5), Lisa Hörner (2), Nele Roos (2), Saskia Klein (4), Lara Gantner, Annabel Müller (1), Kerstin Bernatz (3/2), Melanie Ludwig (1).