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Mit einem Sieg und vor allem Spaß am Handball das Jahr beenden war die von Trainerduo Andre Rebholz und Benjamin Schäfer gestellte Aufgabe am vergangenen Sonntag. Die ersatzgeschwächte Mannschaft des TV Wörth 2 galt es trotz der personellen Situation nicht zu unterschätzen, denn auch die zweite Hornissengarde musste erneut auf einige Spieler verzichten. Tobias Gregori wurde aus der Herren 3 hochgezogen und kompensierte die vier personellen Ausfälle im Alleingang.

Die Anfangsphase war ausgeglichen und zeigte die zwei Herangehensweisen der Teams. Während die Hornissen auf Tempo spielen wollten ging es bei den Gästen etwas ruhiger zu. Durch das ermüdende Angriffsspiel gelang es ihnen die Abwehrhünen der Hornissen einige Male in Trance zu spielen und vor allem durch Kreisanspiele einfache Tore zu werfen. Doch trotz des engen Spielstandens war bei beiden Teams nie Nervösität bemerkbar oder Spannung in der Luft. Es gab Freundschaftsspiele die umkämpfter waren. Wie bereits im Bericht über das Hinspiel erwähnt verläuft das Angriffsspiel der Gäste über den Kreis recht lautstark und oft theatralisch. Doch was sich gut zehn Minuten vor Ende der ersten Halbzeit abspielte war grandios. Die Flugeinlage, die beinahe mit einem Rückwärtssalto endete und zurecht nicht belohnt wurde, wäre beim Wrestling großer Sport gewesen doch an diesem Abend beste Comedy. Jedoch verursachte die Balleteinlage aus Schwanensee die härtesten Zweikämpfe des gesamten Spiels. Auf der Auswechselbank der Hornissen sowie auf der Tribüne, als sich vor Lachen keiner mehr halten konnte. Mit einem 14:11 ging es gut gelaunt in die Kabinen.


Die zweite Hälfte begann gut für die Hornissen, die sich immer weiter absetzten konnten. Eine konzentrierte Abwehrarbeit ließ in den zweiten 30 Minuten nur noch 14 Torwürfe zu und die Hornissen frei aufspielen. Wörth probierte immer weiter zu ziehen und gab sich nie auf. Doch die halbwegs zurückerlangte Treffsicherheit der Hornissen entschied das Spiel frühzeitig weshalb ein Spielbericht der sich an den genauen Spielverlauf hält eher fehl am Platz ist. Deshalb nun die nennenswerten und vor allem spannendsten Aktionen einer noch unaufgeregteren zweiten Halbzeit:
Ein Schuh war offen.
Lucas Weingarte testete erneut die Beschaffenheit des Torgehäuses und verwandelte all seine Strafwürfe.
Die Anzeigetafel hat funktionierte.
Florian Wüst entdeckte das Spielfeld außerhalb der neun Meter und fackelte überlegt aus dem Rückraum gegen die Laufrichtung des Torhüters. Völlig zurecht von der Halle dafür gefeiert.
Es hat eventuell draußen geregnet und jemand trank Wasser während eines Timeouts.
Wie immer unsere Zuschauer, die es wohl nur durch viel Cola und Kaffee schafften bei diesem für den Blutdruck äußerst entspannenden Spiel nicht einzuschlafen und trotz Halbschlaf uns immer zu unterstützten.


Doch kommen wir nun zum eigentlichen Highlight. Tempogegenstöße, ein gern verwendetes Mittel um schnelle Tore zu erzielen. Auch an diesem Tag oft getestet und probiert. Doch einige Passgeber auf Seiten der VTVler hatten sich anscheinend in der Abteilung gerirt und gaben anstatt präziser Pässe ihre Bewerbungen für den Weitwurf Kader des VTV ab. Aber auch das Fangen der passablen Bälle stellte sich als Herausforderung dar. Die Armbewegungen, die während des Fangens absolviert wurden, erinnerten oft an eine spontane Macarena Einlage und verhinderten einen Torabschluss. Doch dann kurz vor Schluss. Ein langer Ball auf Sebastian Hofmann. Gespannt erhob sich Bank als auch Tribüne. GEFANGEN. Der danach entstandene Treffer zum 30:17 ging im ganzen Jubel über den ersten erfolgreichen Konterpass unter.

31:17 hieß es nach 60 Minuten und die Halle konnte sich auf das eigentliche Spektakel, das Spiel unserer Herren 3 gegen Eckbachthal im Anschluss, einstellen.

Wir wünschen der Mannschaft des TV Wörth 2 weiter viel Glück in der Runde und ein baldiges Ende ihrer Verletztenmisere. Wir wissen nur
zu gut wie das ist..

Es spielten: Kalveram/Muth - Engert (4), Rebholz (10), Bolz (2), Nagel (4), Wüst (2), Hofmann (5), Lemmert (1), Weingarte (3/2), Gregori

Mit 16:8 Punkten und einem vierten Platz verabschieden sich die Hornissen aus dem Jahr und wünschen allen Anhängern der zweiten Hornissengarde ein frohes Fest, viel Glühwein und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

In diesem Sinne...


HOSSA MUNNREM!