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Das als B-Klasse Spiel getarnte Vorprogramm der abteilungsinternen Weihnachtsfeier ließ das heimische Schulzentrum zur Festhalle werden.

Während für die Gäste aus Kaiserslautern erst um 15 Uhr Treffpunkt war, trafen sich einige Akteure sowie Edelfans der Herren 3 bereits um 12 Uhr auf dem Ludwigshafener Weihnachtsmarkt, wo dem Abschluss des Handballjahres entgegen geglüht wurde.
In der Halle angekommen war nicht nur die Getränkeliste modifiziert. Das sonst durch die  hellbraune Tribüne dominierte Ambiente des Schulzentrums wurde an diesem Tag durch eine knapp 20 Meter lange Bierzeltgarnitur ersetzt, die von Minute zu Minute dem letzten Abendmahl ähnelte. Doch auch der Kader der Gute Laune Truppe wusste mit der ein oder anderen Bescherung für die Zuschauer aufzutrumpfen. Von der Herren 2 fuhr Jonas Scheiring noch gefühlt mit Skiern an den Füßen aus dem Urlaub in das Aufgebot der Herren 3. Der Rückraum konnte an diesem Tag noch auf eine weitere Ikone des Sports zählen. Andreas Reckenthäler stellte sich der Herausforderung vor den Augen seiner am Spielfeldrand stehenden Mannschaft den Ball in die Hand zu nehmen, mit dem Wissen, dass jeder Fehlwurf lauter zelebriert werden würde als ein Treffer. Schon vor Anpfiff war klar, dass das Feiern des Sports heute im Vordergrund steht. Die Warmmachplaylist, die sich aus den größten Hits der BRAVO und des Ballermanns zwischen 2009 und 2013 zusammensetzte, siedelte das angestrebte Niveau äußerst taktvoll und rasant an. Von Roland Kaiser bis David Guetta war jeder Song ein  Geschmacksverstärker und ließ das Ausschankteam direkt auf Betriebstemperatur kommen.


Es wurde gesungen, gelacht, getrommelt und gefeiert. Doch auch auf der anderen Seite der Bierbank wurde von Beginn an Leistung gezeigt.
Dennis Freyer warf die ersten beiden Treffer des äußerst torreichen Spiels. Die letztendes 76 Tore sowie einige wenige Verwarnungen zwangen auch die beiden Zeitnehmer zum aktiven Gehirnjogging. Als Andreas Reckenthäler direkt nach Einwechslung zum 15:9 traf, ertönte von dem an der Bierzeltgarnitur angesiedelten Männerchor der Herren 1 ein  lautstarker Jubelruf und sämtliche Erfrischungsgetränke wurden nach oben gestreckt. Als wenige Minuten später der erste Fehlwurf erfolgte kannte der Jubel keine Grenzen mehr.
Gut zehn Minuten vor Halbzeitpfiff waren die Stimmbänder der Zuschauer ausreichend geölt und die ersten Ständchen in Richtung Mundenheimer Auswechselbank erfolgten. Allen voran für die von jedem gemochte Nummer 72 unserer Hornissen, Helmut Müller. Jedes Jahr auf's neue der Spieler mit der höchsten Trainingsbeteilgung, Ehrenspielführer, Zeitnehmer, Torschützenkönig von Team Alt beim Fußballspielen, Stammesältester, Torwarttrainer, der einzig wahre Blieskönig und auch ohne die meiste Spielzeit zu haben eventuell wichtigster Spieler der Herren 2 und 3. In Dauerschleife ertönten Ständchen in seine Richtung ehe er unter lautstarken Applaus und Rufen das Spielfeld betrat. Unter Dauerapplaus wurde die letzten Minuten bis zur Halbzeitsirene absolviert.
Mit einem 23:17 ging es in die Kabinen.

Wie auch im ersten Durchgang gehörten Dennis Freyer die ersten beiden Aktionen des Spiels. Zuerst der Treffer zum 24:17 und anschließend eine zwei Minuten Strafe. In den restlichen 28 Minuten gab es weder ein Unterbrechug durch ein Timeout, einer Zeitstrafe oder einer gelben sowie roten Karte. Es folgten lediglich noch 34(!) weitere Treffer.
Dennis Freyer landete mit seinen 12 Treffern mehr Weihnachtshits als Wham!, Andreas Reckenthäler ließ durch weitere Tore die Oberliga RPS Sternensinger immer wieder ertönen und auch Edis Erbektas hatte den Geist der Weihnacht verinnerlicht. Sieben mal gab er den Zuschauern Grund zur Freude durch seine Treffer. Einzig und allein die Torhüter unserer Herren 3 kamen so verlassen rüber wie Kevin allein zu Haus, denn der Fokus lag vor allem zum Schluss auf den Angriff. Kurz vor Ende noch eine Schrecksekunde. Jonas Scheiring verletzte sich beim Absprung. Der Puls von Andre Rebholz, Trainer der zweiten Hornissengarde, verließ jegliche Messskala. Jeder wollte wissen was passiert ist. Wie gut dass der Kreativität bei den Anhängern der Herren 3 keine Grenzen gesetzt sind. Das Mikrofon welches mit der Musikanlage verbunden war, wurde bereits im Laufe der zweiten Halbzeit an das andere Ende des Wischers geklebt. Nachdem der Schweis aufgewischt wurde konnte so Jonas Scheiring am Spielfeldrand direkt interviewt werden und gab Entwarnung. Kurz darauf war es wieder soweit. Helmut Müller betrat erneut den Platz. In den letzten Minuten wurde alles daran gesetzt ihm sein Tor zu ermöglichen. Frei an den Sechs Metern durch? Egal, lieber nochmal abspielen. Jeder verinnerlichte die Spielweise. Jeder, außer Tobias Gregori der sich immer wieder Würfe nahm. Wie gut das die "Tribüne" so lang war. Nach den ersten 15 Metern vorbei an den Fans verinnerlichte auch er die Spielidee.
Dann war es soweit. Eine Minute vor Schluss. Dennis Freyer zog die Handbremse an den sechs Metern und spielte weiter an Helmut Müller. Wurf und Parade des Torhüters.
Jede Weihnachtsfeier hat ihren Grinch.
Nach mehrfachen Entschuldigen des Torhüters über die soeben absolvierte Parade war die Partie wenig später zu Ende.
Grund genug für die Zuschauer die Gastmannschaft, unsere Herren 3 aber allen voran Helmut Müller zu feiern.

Mit 44:32 gewann unsere Gute Laune Truppe das letzte Spiel des Jahres.

Es spielten :Zimpelmann/Blum - Freyer D. (12), Erbektas (7/1), Gregroi (5), Schäfer (5), Reckenthäler (4), Barrow (1), Lienert (1), Gössner (3), Gräf (2), Scheiring (3), Freyer T. (1), Müller ( Publikumsliebling)

Die Herren 3 wünschen allen Fans und auch dem Rest der Liga frohe Festtage mit viel Geschenken und ebenso viel Glühwein. Kommt alle Gut ins neue Jahr und bis zur nächsten Herren 3 Gala.

HOSSA MUNNREM!