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Warum VTV-Trainer Thorsten Engert nach dem 35:22-Erfolg der Oberliga-Frauen nicht mehr vom Ligaverbleib spricht

Von Volker Endres

Ludwigshafen. Mit einem 35:22 (13:9) über die TG Osthofen etablierten sich die Handballerinnen der VTV Mundenheim als Speerspitze im Mittelfeld und bewahren sogar Tuchfühlung zur Tabellenspitze der Oberliga. Mit einem Sieg kommende Woche gegen die HSG Hunsrück kann sich Mundenheim sogar auf den vierten Tabellenplatz schieben.

Sind die VTV nun eine Spitzenmannschaft? VTV-Trainer Thorsten Engert muss schon bei der Frage schmunzeln. Immerhin waren das Team vorige Saison knapp dem Abstieg entronnen, sammelte in der Vorrunde ausschließlich Punkte für den Klassenverbleib. „Ich würde sagen, dass wir eine sehr gute Mannschaft haben. Mit dem Abstieg sollten wir nun nichts mehr zu tun haben. Jetzt setzen wir uns neue Ziele“, formulierte es der Trainer.
Für eines davon war der Erfolg gegen Osthofen zumindest ein weiterer Baustein: „Wir wollen zu Hause ungeschlagen bleiben.“ Allerdings war trotz des am Ende deutlichen Heimsieges zum Jahresbeginn noch reichlich Sand im Getriebe. Vor allem die Chancenverwertung stimmte nicht. Kim Böhme und Sofie Heiser scheiterten an Torhüterin Antje Haag, Marlen Wehr zielte an den Pfosten, Frederike Götz setzte den Ball neben das Tor und drei leichte Ballverluste leisteten sich die Mundenheimerinnen in den ersten sechs Minuten. 5:5 stand es nach zwölf Minuten, weil Carolin Aulenbacher im Tor ihre Mannschaft mit fünf Paraden bis zu diesem Zeitpunkt im Spiel gehalten hatte. Sie ließ weitere fünf Paraden, darunter zwei gehaltene Siebenmeter, folgen. Genug, dass sich die VTV fast schon vorentscheidend auf 8:5 (21.) absetzten. Vorentscheidend vor allem, weil sich auf Osthofener Seite Spielmacherin Constanze Schnaubelt nach einer guten Viertelstunde verletzt hatte und die ohnehin kurze Bank der Gäste, die nur mit acht Feldspielerinnen angetreten waren, weiter dezimierte. So war der Substanzverlust nur eine Frage der Zeit. Die VTV kombinierten, dirigiert von Marlen Wehr oder Anna Butz, sicher. „Wir haben natürlich auch gesehen, mit welchem Kader Osthofen hier angetreten ist. Deshalb war es eine Vorgabe, dass wir über 60 Minuten Tempo machen wollten“, sagte Engert. Mit der Ausbeute war er zufrieden. Ach ja, wäre da noch die neue Zielsetzung: „Wir wollen jetzt in der Tabelle so weit wie möglich nach oben klettern.“ Aktuell stehen die Mundenheimerinnen auf Rang fünf.

So spielten sie

VTV Mundenheim: Aulenbacher (ab 51. Meiszis) – Heiser (3), Wehr (4/1), Götz (5) – Böhme (7/4), Gabriel (8) – Köbele – Tines (1), Butz (2), Wendler (1), Reis (4)
Zeitstrafen: 2:3 – Siebenmeter: 6/5 – 6/2 – Beste Spieler: Gabriel, Butz, Wehr – Nolda, Hauck - Zuschauer: 85 – Schiedsrichter: Demmer (Losheim)/Peitsch (Brotdorf).

Quelle: Ludwigshafener Rundschau vom 13.01.2020 - Seite 16