M1 neu

Oberliga-Männer der VTV Mundenheim gewinnen 37:31 gegen den TV Offenbach

Ludwigshafen. Mit einem 37:31 (18:16)-Erfolg über den TV Offenbach kletterten die Herren der VTV Mundenheim auf den vierten Tabellenplatz der Handball-Oberliga. „Es ist gut, dass wir so viele Tore geschossen haben, aber 31 Gegentore sind zu Hause einfach zu viel. Wir sind noch nicht wieder bei 100 Prozent“, bilanzierte VTV-Trainer Andreas Reckenthäler.

Das Spiel begann für die Gastgeber mit einer Schrecksekunde. Gleich drei VTV-Akteure hechteten nach dem Ball, den Maximilian Daum an den Pfosten gesetzt hatte. Dominic Hopp blieb liegen, humpelte mit schmerzendem Knöchel vom Feld und konnte nicht mehr eingesetzt werden. „Ausgerechnet Dominic. Das tut uns weh. Er ist ein Schlüsselspieler in unserer Deckung“, bedauerte Reckenthäler. Ganze 53 Sekunden waren da gespielt. Vielleicht ein Grund, warum die VTV-Defensive nie wirklich konstant auftrat, Torhüter Janik Kunz dahinter sich über mangelnde Arbeit nicht beschweren durfte, mit 13 Paraden eine ordentliche Leistung bot.
Trotz des frühen Ausfalls war der Start überaus gelungen. Der überragende Regisseur Yannick Treiber mit drei Treffern und zwei Mal Simon Schleidweiler sorgten für das 5:1 und die frühe Auszeit der Gäste (6.). „Leider ist der Faden danach bei uns gerissen“, bedauerte der VTV-Trainer, der zuvor nicht nur vor dem Kampfgeist, sondern auch vor der Achse Peter Steuer im Rückraum und Fabian Graap am Kreis gewarnt hatte. Offensichtlich nicht eindringlich genug, denn mit insgesamt 14 Toren hatte das Duo einen großen Anteil daran, dass es im Schulzentrum lange offen blieb. „Es war ziemlich zäh“, räumte auch Yannick Treiber, von den Zuschauern zur „Hornisse des Tages gewählt“, im Anschluss ein. 15:15 stand es zweieinhalb Minuten vor dem Seitenwechsel. Treiber, Thoren Pönisch und Jan Zentgraf sorgten im Endspurt nicht nur für die Pausenführung, sondern hatten auch am weiteren Spielverlauf einen maßgeblichen Anteil.
Yannick Treiber glänzte gleichermaßen als Spielgestalter und Torschütze. Zentgraf öffnete Löcher im Eins gegen Eins, war ebenfalls als Torschütze erfolgreich, und Pönisch glänzte als verbliebener Linkshänder im Team auf Rechtsaußen. „Gerade für ihn habe ich mich besonders gefreut, weil er sich immer wieder in den Dienst der Mannschaft stellt“, lobte Reckenthäler.
Yannick Treiber skizzierte derweil den weiteren Spielverlauf: „Wir haben unseren Vorsprung in der zweiten Hälfte gut verteidigt und zum Ende hin auch noch ein wenig ausgebaut.“ So konnten zumindest die Mundenheimer halbwegs zufrieden sein. Halbwegs, denn die Anzahl der Gegentore ärgerte Andreas Reckenthäler: „Vor dem Spiel waren wir eine der stärksten Abwehrreihen der Liga.“
Eine Bilanz, die auch TVO-Trainer Michael Übel ärgerte: „Mit 31 Toren kann man schon mal ein Auswärtsspiel gewinnen, aber mit 37 Gegentoren gewinnt man in der Oberliga kein einziges Spiel.“

Quelle: Ludwigshafener Rundschau vom 14.01.2020 - Seite 18