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Handball: Oberliga-Damen verlieren zu Hause gegen Hunsrück mit 14:16 und können ihr Vorhaben nun nicht mehr erreichen

Von Volker Endres

Ludwigshafen. Nach zuletzt elf erfolgreichen Partien vor eigenem Publikum ist die Serie der VTV Mundenheim gerissen. Mit 14:16 (9:7) unterlagen die Damen der VTV in der Handball-Oberliga der HSG Hunsrück und verpassten damit nicht nur den Sprung auf Platz vier, sondern auch das Ziel einer Saison ohne Niederlage in eigener Halle.

VTV-Abwehrchefin Klara Köbele hatte vor dem Spiel den richtigen Riecher: „Wir müssen vor allem unsere Torchancen nutzen“, hatte sie vor der Partie noch orakelt. Genau daran krankte es bei den Mundenheimerinnen. In der konzentrierten Abwehrschlacht ließen beide 6-0-Formationen jeweils nur wenige freie Würfe zu. Auf der anderen Seite gelangen aber auch jeweils nur wenig Ballgewinne. Doch stimmte das Rückzugsverhalten. So trafen nur Katja Gabriel und Marlen Wehr im ersten Durchgang aus dem Gegenstoß heraus. Das gelang im zweiten Abschnitt überhaupt nicht mehr. Im Gegenzug erlaubten die Mundenheimerinnen aber auch nur drei Gegenstoßtreffer, darunter zwei in den Schlussminuten zum 14:14 (55.) und der 14:15-Gästeführung (57.). Zu viel an diesem Tag. Der letzte Treffer war den VTV durch Anna Butz per Siebenmeter zur 14:13-Führung bereits acht Minuten vor dem Ende gelungen.Eine Erklärung dafür hatte VTV-Trainer Thorsten Engert nicht. „Unsere Körpersprache war in der zweiten Halbzeit einfach nicht mehr da“, kommentierte er den mutlosen Auftritt nach dem Seitenwechsel. Immer wieder liefen sich seine Spielerinnen in der Abwehr fest, suchten winzige Lücken wo keine waren und verkrampften mit zunehmender Spieldauer zusehends. „16 Gegentore sind gegen so eine angriffsstarke Mannschaft wie Hunsrück wirklich sehr gut, aber 14 Tore sind deutlich zu wenig, um in der Oberliga ein Spiel zu gewinnen“, bilanzierte er ernüchtert.

Das hatte im ersten Durchgang zumindest in der Torausbeute noch ein wenig besser ausgesehen. Marlen Wehr führte hier in jeder Hinsicht den Angriff an. Sie glänzte immer wieder als Anspielerin, was unter anderem zu den vier Treffern von Frederike Götz aber auch den vier Siebenmetern führte. Doch Kim Böhme verwandelte aber nur zwei. Letztlich war die 9:7-Führung hochverdient, aber bei der Menge der hochkarätigen Torchancen – zwei verworfene Siebenmeter, sieben freie Würfe, darunter zwei Pfostentreffer – war das dann doch eigentlich zu wenig.

Das sollte sich im zweiten Abschnitt rächen. Die Abwehr kämpfte – mit einer starken Torfrau Carolin Aulenbacher – weiterhin aufopferungsvoll, aber dafür fehlte im Angriff immer häufiger die Kraft und damit das Durchsetzungsvermögen. „Fünf Tore in einer Halbzeit sind eindeutig zu wenig“, haderte Engert.
So spielten sie
VTV Mundenheim: Aulenbacher, Meiszis – Reis, Wehr (1), Götz (4) – Böhme (3/3), Gabriel (1) – Köbele (1) – Tines, Butz (2/1), Wendler (2), Heiser

Spielfilm: 4:2 (7.), 7:5 (15.) 8:7 (22.), 9:7 Hz., 9:10 (36.), 13:11 (44.), 14:13 (52.), 14:16 Ende – Zeitstrafen: 1:1 – Rote Karte: Sülzle (47. Disqualifikation) - Siebenmeter: 7/4 – 3/1 – Beste Spieler: Köbele, Götz – Hömann, Gräber - Zuschauer: 65 – Schiedsrichter: Stadelmaier/Antosch (Gonsenheim).

Quelle:

Die Rheinpfalz Ludwigshafener Rundschau - Nr. 16

Montag, den 20. Januar 2020 / Seite 14