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Zu später Stunde reisten wir am Samstag zum schweren Auswärtsspiel nach Annweiler. Das Ziel war klar formuliert: Gegen den direkten Tabellennachbarn HSG Trifels wollte man sich mit einem Sieg ein bisschen Luft zum Tabellenende verschaffen und den Anschluss an das Tabellenmittelfeld nicht verlieren.

Dementsprechend motiviert begannen wir die Partie und konnten schnell mit 2:0 in Führung gehen. Es folgte ein gegenseitiges Herantasten beider Mannschaften, wobei sich keine entscheidend absetzen konnte. So stand es nach 13 gespielten Minuten 7:7. Jetzt begann die stärkste Phase unserer Mannschaft und wir drehten richtig auf.

Aus einer stabilen und sicheren Abwehr, in der wir uns die Bälle ein ums andere Mal erkämpfen konnten, holten sich die Spielerinnen die nötige Sicherheit für den Angriff. Mit einem schnellen Umschaltspiel nach vorn und druckvoll vorgetragen Positionsangriffen erarbeiteten wir uns klare Torchancen und konnten diese erfolgreich abschließen. Auch eine genommene Auszeit der Gegner konnte keinen Bruch in unser Spiel bringen. Jede Spielerin kämpfte weiterhin für die andere und der Wille, dieses Spiel für sich zu entscheiden, war bei jeder einzelnen sichtbar. So konnten wir mit einem soliden 17:11 in die Halbzeitpause gehen. Besonders hervorzuheben ist die erneut sehr starke Leistung unserer Torhüterin. Neben zahlreichen Paraden, darunter acht Strafwürfen, glänzte sie mit wunderbaren Anspielen.

Die Devise für die zweite Halbzeit wurde während der Ansprache unserer Trainerin klar kommuniziert. Wir sollten mit der gleichen Bereitschaft und dem gleichen Willen in die zweite Hälfte gehen und die Gegnerinnen nicht unterschätzen. Genau da anknüpfen wo wir aufgehört hatten und die Gastgeberinnen nicht ins Spiel kommen lassen. An die eigene Stärke glauben und diese auf die Platte bringen.

Doch was mit Anpfiff der zweiten 30 Minuten passierte, lässt sich nicht in Worte fassen. In unserem Spiel lief auf einmal nichts mehr zusammen. Eine früh genommene Auszeit unserer Trainerin, um uns nochmal einzustellen, uns aufzufordern an UNS zu glauben, brachte nicht die nötige Sicherheit. Die sonst stabile Abwehr zeigte viele Unsicherheiten, wir waren nicht mehr so agil auf den Beinen und immer einen Schritt zu langsam am Gegner. Auch im Angriff merkte man nicht mehr viel von der vorhandenen Stärke. Überhastete Angriffe, viele technische Fehler, keine klaren Torchancen und so gelang es den Gästen den Rückstand in der 43. Minute zu egalisieren. Man hatte das Gefühl als hätten wir unsere Zuversicht und unser Vertrauen ins uns Selbst während der Halbzeit in der Kabine vergessen.

In den letzten 15 Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, keine der beiden Mannschaften schaffte es, sich entscheidend abzusetzen. In einer hektischen Endphase behielten die Gastgeberinnen die Nerven und konnte das Spiel zu ihren Gunsten drehen. Endstand aus unserer Sicht 22:24.

Leider haben wir es nicht geschafft, unsere starke, geschlossene Mannschaftsleistung für 60 Minuten auf die Platte zu bringen. 20 bis 40 gute Minuten reichen im Handball leider nicht aus, um ein Spiel für sich zu entscheiden.

Jetzt heißt es in der kommenden Woche, weiter im Training an uns zu arbeiten um dann im kommenden Spiel gegen die HSG Lingenfeld/Schwegenheim mit Leidenschaft, Bereitschaft, Wille und Teamgeist über 60 Minuten eine engagierte Leistung zu zeigen und sich zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sichern. Anpfiff ist am 08.02. um 20 Uhr in der Hornissenarena.

Wir würden uns über eure zahlreiche Unterstützung freuen. Vor uns spielt unsere 1. Herrenmannschaft gegen die Gäste aus Saulheim.

Es spielten: Jennifer Gunst, Cindy Neurohr (Tor), Nicole Hubert, Milena Dust (2), Cornelia Kroschky (4/1), Sabrina Badenschier (5/1), Tatjana Geib (6), Lisa Hörner (1), Nele Roos, Saskia Klein, Melanie Ludwig (3), Annabel Müller (1), Kerstin Bernatz.

HOSSA MUNNREM