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Nachdem wir uns im Hinspiel gegen die Damenmannschaft der SG Bobenheim-Roxheim doch relativ schwergetan hatten (22:21), war allen klar, dass es auch gegen den Tabellenletzten nicht einfach werden würde. Geschwächt durch Krankheit und Verletzung, sowohl auf der Bank, als auch auf dem Feld und im Tor, war das Ziel klar gesteckt: 2 Punkte sichern – egal wie. Doch auch den körperbetont spielenden Gegnerinnen war anzumerken, dass sie sich in der heimischen Halle nun endlich die ersten Punkte sichern wollten.

Von Anfang an wurden die Forderung der erkrankten Trainerin und des Vertretungs-Coaches von uns umgesetzt. Das probateste Mittel gegen die kampfbetonte, sehr passive Abwehr der Gegnerinnen: Ball in den eigenen Reihen erobern und den Gegner mit Tempogegenstößen in Rückstand bringen. Nach und nach gewöhnten wir uns an das flummiartige Verhalten des Spielgeräts auf dem Untergrund und so folgte bald ein Kontertor dem nächsten. Doch auch im Angriffsspiel gelang es uns durch Auftakthandlungen, unsere Rückraumspielerinnen in gute Wurfpositionen zu bringen, oder Außen- und Kreisspieler freizuspielen. Hinten schaffte es unsere Abwehr in der ersten Halbzeit relativ gut, die abgefackelten Distanzwürfe des gegnerischen Rückraums zu unterbinden oder zu blocken. Auch unsere Torfrau hatte nicht wenig zu tun, und abgewehrte oder gefangene Bälle dienten somit direkt zum einleitenden Pass für schnelle Gegenstöße. Ärgerlicherweise war unsere Mauer nicht zu 100% vor dem gegnerischen Beschuss sicher: So mancher Strahl traf dann doch das Ziel oder trudelte unglücklich abgefälscht ins Netz. Halbzeitstand: 9:17.

Jetzt bloß nicht nachlassen! Doch die zweite Halbzeit startete leider relativ ausgeglichen und wir schafften es nicht, unsere Führung weiter auszubauen. Nach 43 Minuten stand es nun 16:24. Während wir in der Abwehr gegnerische Tore nicht mehr so konsequent verhinderten, weil wir nicht aktiv genug agierten, so erzielten wir nun statt der Kontertore jedoch wichtige Treffer über unsere   Rückraumschützinnen und Außenspielerinnen, die im Positionsspiel gekonnt in Szene gesetzt werden konnten. Doch viel zu oft wurde jetzt vorne im Angriff überhastet gespielt und durch zu schnelle und nicht hundertprozentig freigespielte Abschlüsse die gegnerische Torfrau „warmgeschossen“. So langsam machte sich bemerkbar, dass auch unsere Kräfte langsam nachließen. Dies machten sich die Damen der SG Bobenheim-Roxheim noch ein letztes Mal zu Nutze: Sie verkürzten bis Minute 51 noch einmal zum 20:25. Jedoch hatten wir auch noch nicht all unser Pulver verschossen: So drehten wir hinten und vorne nochmals auf und erzielten fünf Treffer in Folge ohne Gegentor. Am Ende trennte man sich vom Tabellenletzten dann doch recht klar mit einem Spielstand von 22:31 Toren.

Unser Dank gilt hier noch einmal ausdrücklich Roland und Toni, die uns in diesem Spiel unterstützt haben!

HOSSA MUNNREM

Es spielten: Jennifer Gunst und Cindy Neurohr (beide Tor), Milena Dust (2), Cornelia Kroscky, Sabrina Badenschier (6/3), Tatjana Geib, Lisa Hörner (4), Antonia Bauer (3), Saskia Klein (4), Melanie Ludwig, Annabel Müller (5), Kerstin Bernatz (7)