2020 08 12 Senck Hochzeitstag

Bei einem Theaterstück der VTV Mundenheim fing alles an. Bis heute spielt der Verein im Leben von Gertrud und Gerhard Senck eine große Rolle. Die beiden feiern am 12. August ihre Diamanthochzeit.

In seiner Rolle in einem Theaterstück bei einer Weihnachtsfeier der VTV (Vereinigte Turnvereine Mundenheim) durfte Gerhard Senck seine Gertrud zum ersten Mal küssen. Das weiß er noch genau. „Nun, am Anfang war das ja noch Geplänkel“, sagt seine Frau lachend, die damals noch Becker mit Nachnamen hieß. Aber aus dem Theaterkuss wurden richtige Küsse und am 19. Geburtstag von Gertrud Senck, am 16. Oktober 1958, wurde Verlobung gefeiert. Die Hochzeit folgte am 12. August vor 60 Jahren.

Für Flitterwochen war erst einmal kein Geld da. Einige Zeit später ging es dann doch noch in den Urlaub: mit einer Bella 200 von Zündapp in den Schwarzwald. 1961 kam Töchterchen Elke zur Welt, und die junge Familie zog aus dem Elternhaus von Gertrud Senck ins Eigenheim in Maudach, wo sie noch heute wohnen. Sein Garten ist noch immer die große Leidenschaft von Gerhard Senck, der 1935 geboren wurde und in der Gartenstadt aufwuchs.

Beide selbst sportlich aktiv

Die VTV Mundenheim spielten im Leben des Jubelpaares nicht nur bei besagter Weihnachtsfeier eine große Rolle. Bis heute sind die beiden dem Verein zutiefst verbunden. Tochter Elke sei quasi auf dem Sportplatz groß geworden. Es gibt wohl keine Vereinsehrung, die sie nicht erhalten haben, Ehrenmitglieder sind sie selbstverständlich. Ein Sammelrahmen mit Ehrennadeln an der Wohnzimmerwand zeugt davon. Senck hatte schon als Junge ab 1946 Handball im Verein gespielt, spielte in der Pfalz-Auswahl und in der Südwest-Auswahl und hätte durch einen Vereinswechsel sogar in der Nationalmannschaft spielen können. Er hielt aber trotz dieses Angebots seinem Verein die Treue. Viel erlebt hat er trotzdem. Er kam durchs Handballspiel bis nach Afrika, Schweden und Finnland.

Seine Frau hatte sich der Leichtathletik verschrieben, war mit der Fünf-Kampf-Mannschaft in der Pfalz-Auswahl und nahm bei Deutschen Meisterschaften teil. Im Verein ist sie schon seit 1956. Nach der aktiven Zeit übernahm Gerhard Senck die zweite Handballmannschaft als Trainer, seine Frau baute eine Kinderturnstunde auf und wurde Frauenturnwartin.

Für bis zu 120 Personen gekocht

Über 20 Jahre hatte das Ehepaar die Zeltlagerküche des Vereins unter sich, kochte erst für 50 bis 60 Teilnehmer, später sogar für 100 bis 120 Personen. 1993 ging Gerhard Senck nach 40 Jahren bei Giulini in Rente, seine Frau gab ein Jahr später ihren Beruf als Buchhalterin auf. Inzwischen gehen sie nicht mehr auf jedes Auswärtsspiel der Handballer, sondern begnügen sich mit den Heimspielen.

Gertrud Senck hält es für sehr wichtig, Kinder an den Sport heranzuführen. „Man soll sie nicht zwingen, aber behutsam hinführen.“ Nicht nur den Sport im Verein schätzen beide. „Die Geselligkeit ist ungemein wichtig. Unsere Freunde im Verein haben uns auch über so manche gesundheitlich schwere Phase geholfen“, ist Gertrud Senck dankbar. Vertrauen, sich gegenseitig verzeihen können und dem Partner Freiheit geben, das nennt das Paar als Garant für eine lange Ehe.

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz Ludwigshafener Rundschau - Nr. 186
Datum Mittwoch, den 12. August 2020
Seite 16