Mit einem 30:34 Auswärtssieg werfen sich die Hornissen zu ihren ersten Punkten in der laufenden Runde.

Kunst liegt im Auge des Betrachters. So oder so ähnlich kann das prachtvolle, zugleich harmonische, dennoch gewagte Zusammenspiel der Farben Grün, Grau, Gelb und Braun genannt werden. Kunst oder wie es auf dem Spielplan heißt: Bienwaldhalle.

Die etwas zu groß geratene Sportstätte, welche gefühlt eine 400 Meter Laufbahn rund um das Handballfeld beherbergen könnte, war Austragungsort des mehr oder weniger als Hochglanzpartie zu bezeichnende Aufeinandertreffens der zweiten Garde des TV Wörth und unserer Hornissen.

Vor Rekordverdächtigen 20 Zuschauern, die wahrscheinlich versehentlich in die Halle stolperten, erwischten die Hornissen den besseren Start. Durch zwei schnelle Tore von Sebastian Hofmann und Marcel Lemmert gingen die VTVler in Führung und bauten diese zügig weiter aus (2:7 7 Min.). Allen voran Marcel Lemmert wusste in den Anfangsminuten zu überzeugen und erzielte vier der ersten sieben Tore. Nach einer, im Nachhinein taktisch äußerst cleveren Auszeit der Heimmannschaft, kam ein Bruch ins Spiel der Hornissen (5:8 10 Min.). In der Abwehr wurde nicht konsequent agiert und im Angriff verhinderte entweder die Latte oder die Hallenwand eine deutlichere Führung. Beim Stand von 8:12 für die Hornissen nahm Sebastian Hofmann die Beine in die Hand und vollendete seinen Konter in einer Mixtur aus Eleganz und Grazie per Heber. Ahnungslos darüber, dass er sich eine Sekunde später in der Neuauflage von Karate Kid wiederfinden würde. Mit, nach Ansicht einiger Experten in der Halle definitiv gesunder englischer Härte brachte der gegnerische Torhüter nicht den Ball sondern den Mundenheimer Torschützen zum Halten. Der danach durch die Halle fliegende Satz:" Ja wieso springt der auch so weit in die sechs Meter ein?!" wurde vernommen und an den Torschützen weitergegeben. Dieser wird nun ab sofort nur noch von der Mittellinie werfen. Rot für das ausgestreckte Bein und mindestens 10 Punkte für den Heber.
Doch trotz alledem entwickelte sich in der ersten Halbzeit eine unaufgeregte Partie. Für manche zu unaufgeregt. So wurde VTV Schlussmann Marc Zimpelmann ein Treffer gut geschrieben. Dieser war jedoch nur für die Konterpässe zuständig. Weder von der Tribüne, der Bank oder den Spielern auf dem Feld war etwas zu hören. So war oft nur der Spielball für die akustische Untermalung zuständig. Das Hörspiel zur Partie: "Ballprellen" ist noch in Arbeit. Mit einem 15:20 ging es in die Kabinen.

Das Tore werfen funktionierte von Beginn an. Semioptimal für die Hornissen, dass dies vor allem auch auf die Heimmannschaft zu traf, welche sich keineswegs hängen ließ. Durch zwei unglückliche Zeitstrafen, zuerst gegen Spielertrainer Thorsten Engert und anschließend Lars Lemmert, wurde das Spiel wieder eng (22:23 40 Min.). Beim Stand von 27:29 wurde es gewagt auf Seiten der Hornissen. Mehrere Spielerwechsel gleichzeitig. Was vor einem wachsamen Zeitnehmertisch schon bei einem einfachen Spielerwechsel für manche eine nie dagewesene Drucksituation hervorruft ging hier wie erwartet nach hinten los. Als die VTVler den Ball gewannen machte sich nach einer Reklamation VTV Interimscoach Florian Wüst bemerkbar und holte sich seine erste gelbe Karte der Saison ab.
Das Spiel drohte anschließend zu kippen (28:29 52 Min.). Erst als sich erneut Marcel Lemmert der Sache annahm und nach erneutem Ballgewinn zuerst zum 28:30 und danach zum 28:31 traf, konnten die VTVler wieder durchatmen. Mit ganzen 12 Treffern marschierte Marcel Lemmert trotz Leistenzerrung in Richtung doppelten Trainerlobs. In seiner anschließenden Dankesrede, der es an nichts außer Bodenständigkeit fehlte, verriet der an diesem Tag mit Abstand beste Spieler der VTVler sein Erfolgsgeheimnis. Zu Beginn des Tages ließ sich der von Schmerzen geplagte Teilzeitrückraumspieler in der Praxis Lemmert Mat Fit, für die hier ausdrücklich noch Danksagung und Werbung vermittelt wird, behandeln. Nur durch die heilbringende Behandlung konnte dieser überhaupt erst zum Spiel antreten. Was klingt wie das Ende des ersten Karate Kid Films schließt nicht nur den Kreis mit der Anspielung im Absatz zuvor sondern auch diesen Bericht.

Wir wünschen der Truppe des TV Wörth 2 weiterhin viel Glück und hoffen auf ein Rückspiel.

Es spielten : Zimpelmann ((1)), Muth, Kalveram / Erlewein (1), Engert (3), Lemmert M. (mindestens 12), Hofmann (6), Scheiring (2), Schäfer (2), Lemmert L. (2), Weingarte (5/2), Trefz, Erdbektas , Lienert

Das nächste Spiel der zweiten Hornissengarde findest erst am 01.11 um 14 Uhr im Schulzentrum Mundenheim statt.

Hossa Munnrem!