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Weibliche A-Jugend der VTV Mundenheim unterliegt Nellingen und Blomberg-Lippe – Final Four nicht mehr zu erreichen


LUDWIGSHAFEN. Auch das Heimrecht hat der weiblichen A-Jugend der VTV Mundenheim keinen Vorteil gebracht. Am zweiten Spielwochenende in der Vorrunde um die Deutsche Meisterschaft unterlagen die VTV am Samstag dem TV Nellingen mit 24:30 (11:15). Am Sonntag war Titelfavorit HSG Blomberg-Lippe bei der 24:31 (12:17)-Niederlage eine Nummer zu groß.Nur mit einem der beiden Auftritte war VTV-Trainerin Sabine Winkelmann zufrieden: „Im Spiel gegen Blomberg-Lippe hat die Mannschaft wirklich gezeigt, was sie kann.“ Anders als beim 17:39 vor einer Woche zeigten die VTV-Mädchen gegen den Bundesliga-Nachwuchs, warum sie sich den Titel in der Südwest-Oberliga redlich verdient hatten. Sehr konzentriert in der 5-1-Abwehrformation und vor allem mit wesentlich mehr System im Angriff wurde der körperlich deutlich überlegene Favorit beinahe ausgebremst. Erst beim 7:10 in der Mitte der ersten Hälfte mussten die Gastgeberinnen erstmals etwas abreißen lassen. „Wir haben aus dem Spiel heraus wenig zugelassen, weil wir sehr strukturiert gespielt haben. Und vor allem haben wir die Fehler im Angriff vermieden, durch die wir vor einer Woche noch jede Menge Gegenstoßtore kassiert haben“, kommentierte Winkelmann und freute sich über die Leistungssteigerung.Eine Leistungssteigerung auch gegenüber dem Samstag. Ausgerechnet im Spiel gegen den TV Nellingen, bei dem sich Sabine Winkelmann vorab einiges ausgerechnet hatte, rief der Meister der Rheinland-Pfalz-Saar-Oberliga eine seiner schlechtesten Vorstellungen in dieser Saison ab. Fangfehler, Schrittfehler, Abspielfehler – insgesamt 29 Mal schenkten die Gastgeberinnen den Ball ohne Not wieder her. Hinzu kamen 19 Fehlwürfe, darunter drei vergebene Siebenmeter, und eine körperlich sehr stabile Deckung der Gäste, an der sich Mundenheim immer wieder die Zähne ausbiss. Lediglich Samira Brand, mit zwölf Toren beste VTV-Schützin, erreichte gegen die Schwaben Normalform. Alle anderen Mundenheimerinnen wirkten vor eigenem Publikum wie gelähmt. Und das, obwohl doch gerade die Nervenstärke während der Runde das große Plus der Mannschaft von Sabine Winkelmann war. „Ich habe dafür einfach keine Erklärung“, kommentierte die maßlos enttäuschte Trainerin.


Erst am Sonntag wurde sie wieder versöhnt. „An diese Leistung wollen wir in zwei Wochen in Nellingen anknüpfen“, sagte sie nach dem Abschied vor eigenem Publikum. Und eine Kampfansage schickte sie ebenfalls in Richtung Nellingen, am 26. Mai definitiv letzter A-Jugend-Gegner der VTV Mundenheim in dieser Spielzeit: „Wir würden Jana Specht, Nina Wendler und Samira Brand gerne mit einem Sieg von uns verabschieden.“ Die Qualifikation für das Final-Four-Turnier um die Deutsche Meisterschaft ist hingegen der HSG Blomberg-Lippe kaum noch zu nehmen. (env)

 

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Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.110
Datum: Dienstag, den 14. Mai 2013
Seite: Nr.24
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_10933978'
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